18.02.2021

Landkreis Dahme Spreewald seit gestern „Sicherer Hafen“

Die Situation in den Lagern ist unmenschlich. Die Zelte bieten keinen Schutz vor Kälte und Nässe. Zugang zu Strom, Wasser und Lebensmitteln ist streng reglementiert, ein Beheizen der Zelte gefährlich und nicht erlaubt. Die hygienischen Bedingungen sind unhaltbar und es gibt weder Bildungsmöglichkeiten noch Beschäftigung für Kinder, die schwer traumatisiert sind.

 

„Zeitgleich mit unserer Sitzung findet ein politisches Nachtgebet der großen Kirchen für Lesbos und Lipa/Bosnien statt“, begann Lothar Treder-Schmidt, einer der beiden Fraktionsvorsitzenden der GRÜNEN Fraktion, seine Einbringung des Antrags. „Menschen unterschiedlicher Konfessionen und politischer Herkunft bringen ihre Bestürzung über die Verletzung der Menschenrechte an den EU-Außengrenzen zum Ausdruck. Wir hier im Kreistag können zeitgleich mit diesem Antrag aus unserem Landkreis heraus ein Zeichen setzen: ein Zeichen der Hoffnung auf Aufnahme aus den überfüllten Lagern der aus Seenot Geretteten und aus der bitteren Kälte dieser Wintertage.“

„Als eines der reichsten Länder der Welt ist es unsere Aufgabe, humanitäre Hilfe zu leisten“, sagt Andrea Lübcke, Mitglied des Kreistages, angesichts der schrecklichen Bilder, die von den EU-Außengrenzen gezeigt werden. „Unsere menschlichen Werte enden doch nicht an unseren Grenzen!“

Inzwischen erklären immer mehr Gemeinden, Städte und Kreise ihre Bereitschaft, die internationale Seebrücke zu unterstützen und Menschen aus den unhaltbaren Zuständen an den Außengrenzen der EU zu befreien und aufzunehmen. Wann werden die Bundesregierung und die EU endlich auf den zunehmenden Druck „von unten“ reagieren und Verantwortung übernehmen?



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